Akklamation

Die Akklamation hat in der Dynamik des liturgischen Wort-Antwortgeschehens eine hervorragende Bedeutung, der wir in einem eigenen Artikel nachgehen. Mit Akklamationen nach dem Einsetzungsbericht oder auch während des Hochgebets stimmt die Gemeinde ein ins grosse Dankgebet des Vorstehers. KG 120 – 121.2 bietet dafür Modelle an. Es sind dazu auch andere Preisrufe (Leitverse) möglich. Bei gleich bleibender Melodie variieren kirchenjahrspezifisch die Rufe KG 121 (sechsmal) den Refrain und KG 532 (vierzehnmal) die Strophe. Um eine Verdoppelung zu vermeiden, empfiehlt es sich, den Ruf  «Geheimnis des Glaubens» (den die Gemeinde unverzüglich mit der üblich Akklamation beantwortet) zu unterlassen, um sogleich mit der andern Akklamation zu beginnen. Unmittelbar vor der Grossen Doxologie unterbleibt sie ebenfalls.

«Deinen Tod, o Herr, verkünden wir», die vom Messordo vorgesehene Akklamation nach dem Einsetzungsbericht, liegt im KG in zwei Fassungen vor:

  • KG 32.3 (MD S.1189, 2.Singweise) wurde ab 1969 von Prof. Luigi Agustoni und Walter Wiesli an Choralkursen in Umlauf gebracht und hat sich inzwischen vielerorts als «Schweizer-Version» eingesungen.
  • KG 120 (MD S.1189, 1.Singweise) wurde über das GL verbreitet und wurde zur ökumenischen Fassung.

Die Singweise KG 122.2 lässt dem Ruf des Zelebranten jeweils einen je nach liturgischer Zeit

veränderlichen Refrain folgen. KG 532 verwendet das gleiche melodische Modell, überlässt aber dem Liturgen die veränderlichen Texte bei gleich bleibendem Gemeinderefrain.

Weitere Hochgebet-Akklamationen für liturgische geprägte Zeiten oder ‚im Jahreskreis’ lassen sich im Repertoire der Leitverse, Kanons und Refrains finden:

KG 315.2

Advent:  Komm, Herr, und säume nicht!

KG 359.2

Weihnachtszeit:  Gott ist mit uns, Halleluja.

KG 85.3

Fastenzeit:  Lob dir, Christus, König und Erlöser.

KG 441

Osterzeit:  Christus ist auferstanden (Ka)

KG 457

Osterzeit:  Christus ist auferstanden (Ruf)

KG  480

Pfingsten: Sende aus deinen Geist

KG 137

Rfr. Geheimnis des Glaubens, im Tod ist das Leben.

KG 281

Jesus Christus ist der Herr, zur Ehre Gottes des Vaters

KG 535

Singt, ihr Christen, singt dem Herrn

KG 581

Rfr. Alles was Odem hat, lobe den Herrn!

KG 622

Herr, du bist König über alle Welt.

KG 652

Lobe den Herr, jede lebendige Zelle

Schluss/Entlassung

Danklied

Als Danklied platziert man ein Schlusslied vorzugsweise nach der Kommunionstille vor der Schlussoration. Es nimmt den Dank für die Feier zum Anlass uns fügt sich so nochmals nahtlos an die grosse Dankgeste der ganzen Feier. KG 141 – 146

Sendungslied

Ein Sendungslied verweist in den Alltag hinaus und nimmt die Verpflichtung ernst, die aus dieser Feier entsteht. «Was wir empfangen haben … tragen wir in die Welt, in der wir leben, und zu den Menschen, die uns anvertraut sind» KG S.125). Ein Sendungslied wird in der Regel nach der Schlussoration eingefügt. Dies kann auch ein Segenslied sein. KG 147 – 152 

Entlassung

    Vor allem, wenn die Schlussoration gesungen wird, sollte auch die Entlassung und der Schlusssegen gesungen werden. Eine stimmige Kombination bietet das KG in 33.3 und 33.4. Dies trifft auch zu für den feierlichen Schusssegen im Missale S.532 – 567, der mit 21 kirchenjahrbezogenen Modellen angeboten wird. Das doppelte Halleluja in der Osterzeit sollte nicht gesprochen, sondern stets gesungen werden.

    Walter Wiesli

    Bussakt

    Bedeutung des Bussakts

    Es ist unbestritten, dass Teilhabe am Herrengedächtnis die Bereitschaft zur Umkehr – und damit auch das Sündenbekenntnis – einschliesst. Dabei darf man auch bei einer deprekativen Vergebungsbitte durch Laien darauf hoffen, dass Gott Vergebung gewährt, wenn die nötigen Voraussetzungen gegeben sind. Schuldbekenntnis und Vergebungsbitte stellen eine Einheit dar. Fehlt ein Schuldbekenntnis, entfällt auch die Vergebungsbitte.

    Die Problematik eines stereotypen Bussaktes wurde bald als schwierig und nicht unbedenklich erkannt. Die Tragweite von Sünde fällt damit leicht dem inflatorischen Gebrauch des Begriffs zum Opfer. Darum sieht die Liturgie Situationen vor, wo das Schuldbekenntnis entfallen kann:

    Vorausgehende Feier:

    Taufgedächtnis, Kerzenweihe, Aschenauflegung, Palmprozession, Osternachtfeier, Tagzeitenliturgie  usw. 

    Besondere Festlichkeit:

    Erstkommunion, Firmung, Weihegottesdienst, Trauung. Freilich gehört auch hier im Vorfeld die Umkehr dazu. Das Schuldbekenntnis könnte in der ganzen Osterzeit entfallen, denn «die Zeit der fünfzig Tage vom Sonntag der Auferstehung bis Pfingstsonntag wird als einziger Festtag gefeiert…» [GOK Nr.22, 1969]  Umgekehrt: Die Sonntage in der Fastenzeit sind geprägt von der Umkehr und Erneuerung im Blick auf Ostern.  Hier wäre der Buss- und Umkehrgedanke speziell zu pflegen. Dazu würden sich die Kyrie-Litaneien KG 63 und 64 ganz speziell eignen.

    Bussgedanke im Tagesgebet:

    Bussgedanken im Tagesgebet kommen öfters vor, so etwa im Gebet vom 27.Sonntag: «Nimm weg, was unser Gewissen belastet ….»

    Musikalische Gestaltung

    Das Schuldbekenntnis muss sich nicht notwendig in einer Art Gewissenspiegel konkretisieren. Der Ruf zur Umkehr und die Gewissheit, dass Gott vergibt, scheint in vielen Gesängen auf. Will man im Bussakt daran anknüpfen, ist oft eine eine Auswahl von Strophen zu raten. Zumal die Gewissheit der Treue und Zuwendung Gottes, verdichtet vielfach in den Schlussstrophen.

    Vergebungsgewissheit

    72

    Löse meine Fesseln

    …mach mich frei von Schuld.

    381

    Aus Herzengrund ruf ich

    dein Heil wer ich erleben.

    393

    Holz auf Jesu Schultern

    Warum zweifelst du?

    440

    Nun saget Dank und lobt…

    seine Gnad … von Ewigkeit zu Ewigkeit.

    475

    Singt mit froher Stimm

    Ewig bleibt dein Heil unser Erb und Teil.

    550

    Mein Auge schaut den …

    Er schützt dein Gehn … in Ewigkeit.

    559

    Du kannst nicht tiefer …

    in ihm leben und sein in Ewigkeit.

    588

    Wie die Träumenden

    Ja, wie Träumende werden wir sein.

    596

    Weit wie das Meer

    Vergebung …über Völker, Rassen hin.

    711

    Wir sehen viele Wege

    das gute Wort, das uns retten wird.

    727

    Wir sind nur Gast auf …

    o Gott, …dann finden wir nach Haus.

    730

    Weder Tod noch Leben

    wirst du mich bergen in deiner Treue.

    Anlehnung an biblische Aussagen:

    KG 601

    Was ihr dem geringsten Menschen tut  (Mt 25,40)

    KG 599

    Mitten unter euch steht er, den ihr nicht kennt  (Joh 1,26)

    KG 598

    Brich den Hungrigen dein Brot.  (Jes 58,7)

    KG 580

    Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt. (Mt 5,13.14)

    KG 595

    Ihr sollt Christi Hände sein, ihr sollt Christi Füsse sein  (Röm 13,10; 15,7. 1 Petr 4,10)

    Anlehnung an Psalmen (Psalmlieder):

    KG 378

    Ein reines Herz erschaff in mir  (auch 379 nach Ps 51).

    KG 384

    Aus tiefer Not schrei ich zu dir  (auch 381 nach Ps 130).

    Defiziterfahrung:

    KG 591

    Kein Friede unter den Menschen

    KG 578

    ….wir wirkten das meiste Leid.

    KG 561

    reiss mich aus den alten Gleisen.

    Wählt man diese Form des Bussaktes, beginnt der Gottesdienst mit dem Liturgischen Gruss (ohne Eingangslied) und der Einführung. Diese leitet über zum Busslied (Strophenwahl vornehmen). In der Versöhnungsbitte wird das entscheidende Stichwort (einschlägige Satz) nochmals aufgegriffen.

    Beispiel eines Bussaktes mit dem Lied 595 „Weit wie das Meer ist Gottes grosse Liebe“:

    Einleitung zum Lied: «Wir stellen uns im Lied bei 596 mit unsern zwischenmenschlichen Mauern und unserer Verschlossenheit ins eigene Wesen der befreienden Liebe Gottes.» (Singen des Liedes 595).

    Weit wie das Meer (Refrain) KG 596
    Weit wie das Meer (Refrain) KG 596

    Versöhnungsbitte: «Sprich uns frei, guter Gott, von Schuld und Sünde, brich das Gefängnis unseres eigenen Wesens auf und führe uns hinaus aufs Meer deiner Liebe, die uns begegnet und geschenkt ist in Jesus Christus, deinem Sohn im Heiligen Geist. Amen.»

    NEBENBEI

    Steht der Bussaktes am richtigen Ort?

    Die Notwendigkeit, in den Messordo einen regulären, nicht nur fakultativen oder auf bestimmte Zeiten des Kirchenjahres beschränkten Bussakt einzubringen, war in der Reformarbeit keineswegs unbestritten. In der Bischofssynode von 1967 gab es dafür 108 Ja, 23 Nein, 39 «iuxta modum» (an Bedingungen gebunden). [A.Bugnini, Die Liturgiereform, Freiburg 1988, 380] 

    Kaum diskutiert wurde die Frage, ob der Bussakt der Messfeier zur Entlastung des Einleitungsteils nicht besser an anderer Stelle unterzubringen wäre. Wie eben gesagt, wäre ja auch zu bedenken, ob die Häufigkeit und vergleichsweise stereotypische Weise, Sünden zu bekennen, nicht fast notwendig das Gespür für die menschlich-personale Tiefgründigkeit solchen Tuns und die Ernsthaftigkeit von Umkehr nivelliert. Im gleichen Zusammenhang wäre die Frage zu erörtern, ob die Bereitschaft oder Disposition so unvermittelt zum Beginn der Feier zur Einsicht von Fehlverhalten bereits gegeben sei. Der Problemkreis wird mit Recht auch im Kontext des Friedensgrusses behandelt. Der am 30.04.1988 von Rom anerkannte Messritus der Kirche Zaire fügt den Bussakt mit anschliessendem Friedensgruss unmittelbar ans Ende des Wortgottesdienstes an [L.Bertsch, Der neue Messritus im Zaire. Ein Beispiel kontextueller Liturgie. Freiburg 1993]. Auf diese Weise hat der afrikanische Messordo zusammengefügt, was eigentlich zusammengehört: Bussritus und Friedensgruss: «Wenn du deine Gabe zum Altar bringst…, versöhne dich zuerst.., schliess ohne Zögern Frieden.» (Mt 5,23).

    Eine Gemeinde, die zuvor auf das Wort Gottes gehört hat, ist wohl sensibel geworden, ihr Versagen und Fehlverhalten vor Gott und den Menschen einzusehen und den Weg der Umkehr zu gehen. So kann der Liturge oder die Liturgin nach der Homilie die Gemeinde z.B. mit folgenden Worten zum Bussakt einladen: «Im Hinhören auf das Wort Gottes spüren wir, dass wir dem Anspruch Gottes nur unvollkommen genügen. Wir wollen uns auf unser Zurückbleiben besinnen (Stille). So sprechen wir jetzt gemeinsam das Schuldbekenntnis: Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen …». Diese Form eines Bussaktes, wie sie das KG 360 für einen «Wortgottesdienst mit Kommunionausteilung» vorschlägt, ist grundsätzlich für jede Wortgottesfeier möglich. Sie könnte dazu beitragen, die Inpflichtnahme durch das Wort Gottes deutlicher ins Bewusstsein zu rücken. (Ende des Nebenbei)

    Walter Wiesli

    Kyrie

    Vorkommen im ersten Jahrtausend

    400

    In der Jerusalemer-Liturgie nachweisbar (Pilgerin Aegeria)

    450

    «Oratio fidelium» zu Beginn der Gläubigenmesse: Ausgedehnt wie die östlichen Ektenien.

    500

    Deprecatio Gelasiani: Kürzere Bitte, vom Volk mit «Kyrie eleison» beantwortet. Eventuell bereits in der Katechumenenmesse verwendet.

    600

    Gregor der Gr. (604): Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison. In einfachen Messen wohl ohne Litanei.  Jetzt am Anfang der Feier.

    700

    In der römischen Papstliturgie verselbständigt: 3mal Kyrie, 3mal Christe, 3mal Kyrie

    850

    Amalar: Bei den Franken trinitarisch, wohl antiarianisch begründet.

    1000

    Musikalisch entfaltet, im Kloster St.Gallen tropiert (syllabische Textunterlegung).

    Sinngehalt

    Der griechischsprachige Ruf «Kyrie eleison» ist keine christliche Schöpfung, schon in vorchristlicher Zeit nachweisbar, Gemeingut heidnisch-religiöser Praxis. Seinem Wortlaut entsprechend handelt es sich  ursprünglich um einen Bittruf, der jedoch eine markante Veränderung erfährt: Er wird in der antiken Welt zum Ausdruck einer feierlicher Huldigung und Verehrung. Er gilt demjenigen, von dessen Huld und Gnadenerweis sich der Rufende abhängig weiss; für die alten Römer sind dies der Sonnengott, der Triumphator und der als göttlich verehrte Kaiser, für die Christen ist dies ihr Kyrios: Jesus Christus, der Erhöhte und bei Gott Verherrlichte, dem allein sie huldigen. In der römischen Liturgie wurde der Kyrie-Ruf mehrheitlich  christologische, nicht trinitrisch verstanden, – diese sind wohl eine Ausnahme.

    Aufgrund oftmaliger Wiederholung (z.B. in der Ostkirche) hat es Litanei- oder Rufcharakter. Als Volksruf  wurde es seit dem 12. Jh. oft ins Lied interpoliert.  Als solches begegnet es uns bis heute in den Leisen. So beispielsweise im «Christ ist erstanden» (KG 436), das seinerseits wieder in die Ostersequenz als Volks-Strophe interpoliert wurde [vgl. Werkheft I zum KG, CD Nr.].

    Verfremdung des Kyrie

    Der Huldigungscharakter des Kyrie wird in unsern Gottesdiensten oft verdunkelt. Beigetragen hat dazu die nachkonziliäre Reform, die den Kyrie-Ruf mit dem Allgemeinen Schuldbekenntnis verbindet: Es gerät damit in die Nähe zum Bussakt und wirkt wie dessen Anhängsel. Der eigentliche Sinn des Kyrie könnte neu belebt werden, wenn man die Chancen des Bussaktes C wirklich nutzte: Die Anrufungen sollten den erbarmenden Herrn preisen, wie dies das Messbuch MD so vorsieht:«Bei dieser Form können den Kyrie-Rufen frei formulierte Christus-Prädikationen vorausgeschickt werden.» [MB 1975 S.328]. Prädikationen / Preisungen sind positive, befreiende Aussagen über Christus, den Retter, den Heiland, den Erlöser, den Freund der Sünder. Wenn diese Anrufungen bewusst als Rühmung formuliert werden, wird Kyrie nicht zu einem (zweiten) Bussakt.

    Gestaltung 

    Wo man diese Fehlentwicklung vermeiden und unseren Gemeinden das Kyrie als feierlichen Huldigungsruf an den erhöhten Herrn zurückgeben will, können folgende Hinweise hilfreich sein:

    • Das Kyrie ist in der Regel zu singen. Zahlreiche Kyrierufe stehen aus alter und neuer Zeit im KG zur Verfügung (50-59). Der Modelltyp KG 50 (Thurmair/Rohr, basierend auf dem gregorianischen Kyrie XVI) fügt sich siebenmal ein in den jeweiligen Gehalt liturgisch geprägter Zeiten: KG 50, 296, 330, 376, 386, 435, 480). Dieser Typ Kyrie-Tropus ist beispielhaft vertreten in den auskomponierten Tropen: KG 60, 61, 63 und 64. Beachtenswert sind einige gregorianische Kyrie-Rufe: KG 158–160.
    • Um der Christus-Prädikation bei besonderen Anlässen mehr Gewicht zu geben, bieten sich die einem gesummten Akkord unterlegten Prädikationen des Taizé-Kyrie KG 71 an. Als Kyrie verwendet, endet die Prädikation mir «Wir preisen dich», nach gesungenen Fürbitten mit: «Wir bitten dich».  Auf der Silbe «dich» führt die Kadenz zur Dominante (5.Stufe) und lädt zum Kyrie-Ruf ein.
    Kyrie-Ruf KG 159
    Kyrie-Ruf KG 159

    Normalerweise ist die griechischsprachige Fassung des Kyrie-Rufes zu bevorzugen, wenn man dem Bittcharakter, den der Wortsinn nahe legt, vermeiden will. Die Verbindung des griechischen Kyrierufs mit deutschen Texten (z.B. KG 60) hat in der Kirchenliedgeschichte eine lange Tradition.

      NEBENBEI

      Die inklusive Sprache und der Streit um den «Herrn» 

      Im Zusammenhang mit der «inklusiven Sprache» (Redensart, die niemanden ausschliesst, z.B. die Frauen) wird in Gesangbuchkommissionen immer wieder über den Titel «Herr» gestritten. Darum nahm sich eine Gruppe von Frauen vor, barocke Lieder insgesamt im Sinn der inklusiven Sprache zu purgieren. Bald mussten sie einsehen, dass dieses Anliegen nicht realisierbar ist. Denn in der barocken Frömmigkeit bestimmt das biblisch-patriarchale Denken derart das Lebensgefühl, dass eine Änderung von wenigen Wörtern meist wenig bringt oder sogar Widersprüche schafft. Es kommt dazu, dass es wohl kaum statthaft ist, in Dichtungen von Paul Gerhardt (+1676) oder Johann Scheffler (+1677) Eingriffe vorzunehmen. Die Sprachbereinigung im KG bleibt zumindest für diese Epoche aus Respekt vor Vergangenheit notgedrungen ein Kompromiss. Am Beispiel des Titels «Herr» wurde übrigens deutlich, dass es zwischen Reformierten und Katholiken eine mindestens teilweise unterschiedliche Sprachwahrnehmung gibt. Als Hoheitstitel für Jesus Christus (Kyrios) ist er uns Katholiken aus der Liturgie vertraut und in Analogie dazu als Anrede für Gott nicht fremd. Reformierterseits erregte speziell diese Bezeichnung für Gott häufig Widerspruch. Begründete Änderungen in diesem Punkt wurden teilweise auch von uns übernommen. Autorinnen und Autoren wurden gebeten, eine Sprache zu wählen, die sich für eine Vielfalt von Gottesbildern offen hält und niemanden ausschliesst, was im Blick auf den Titel «Herr» nicht von allen gestattet wurde. Vor allem aus Gründen der Singbarkeit von Psalmen entschloss man sich im KG für eine Übernahme der Einheitsübersetzung, obwohl gerade diese bezüglich der inklusiven Sprache Wünsche offen lässt. Man darf gespannt sein, wie dieses Problem in der revidierten Psalmenübersetzung gelöst wird.

      Die Sprache der sakramentlichen Riten durfte im KG im Blick auf eine inklusive und verständliche Sprache nicht geändert werden, was zwangsläufig immer wieder zu sprachlichen Ausgrenzungen führt. So kommen beispielsweise bis heute in vielen liturgischen Texten Frauen als Gruppe nicht vor. Da ist zwar häufig von «Brüdern» und «Vätern», aber selten von «Schwestern» und «Müttern» die Rede. Auch das trinitarische Gottesbild betont die männlichen Attribute. Während der Titel «Jesus Christus, unser Bruder und Herr» allen genehm war, galt dies nicht für die Überschrift «Gott, uns (wie) Vater und  Mutter».  Gelegentlich weicht das KG auf geschlechtsneutrale Formen aus wie Seelsorgende (statt Seelsorger und Seelsorgerinnen), geschlechtsneutral sind im Plural (Nominativ) auch Personenbezeichnungen wie Behinderte, Hilfesuchende usw. Das Splitting (ein/e Kranke/r) wurde als unschön vermieden, ebenso die Gross-I-Schreibung (PastoralassistentIn). (Ende Nebenbei).

      Walter Wiesli

      Bussakt mit Lied

      Mit drei konkreten Beispielen soll gezeigt werden, wie anhand eines Liedes in den Gottesdienst eingeführt und die Verbindung zum Bussakt und Kyrie gestaltet werden könnte. Voraussetzung dazu ist eine vertiefte Kenntnis des Eröffnungsliedes (Ökumenischer Liederkommentar ÖLK). Wir wählen dazu die Adventszeit.

      KG 306: Das Volk, das noch im Finstern wandelt

      Das Lied stammt ursprünglich aus den Niederlanden (Liedboek voor Kerken 1973). Jürgen Henkys schuf daraus eine deutschsprachige Fassung (1981). Der niederländische Autor Prof. J.W.Schulte Nordholt, Zeitgenosse zweier Weltkriege, hat bei den stampfenden Stiefeln wohl an Jes 9, gedacht, – noch immer die stampfenden Stiefel des Militärs im Ohr. Die Melodie ging 1989 aus einem NSK-Wettbewerb hervor. Sie stammt von Maria Lohuus (Pseudonym für Margrit Jenny¦).

      Das «Land der Finsternis» ist in Jes 9,1 wie auch in diesem Lied zunächst eine politische Anspielung, verweist dann aber in Jes 9,5 («Denn uns ist ein Kind geboren») auf einen heilsgeschichtlichen Kontext, den der Herrschaftstitel verstärkt. Verbunden mit Lk 1,32f wird Jes 9,5f in der Christmette auf Jesus Christus bezogen. Der Mensch in der Finsternis wird in der Adventszeit aber auch in einem umfassenderen heilgeschichtlichen Kontext gesehen, vgl. die O-Antiphonen («sedentes in tenebris», 20.21.Dez). Die Eröffnung könnte konkret folgendermassen gestaltet werden:

      Liturgischer Gruss:

      Gnade und Friede von dem, der ist und der war und der kommen wird, sei mit euch.   

      Kurze Einführung:

      Liebe Schwestern und Brüder

      Im Advent werden die Nächte länger. Gegen ihre Dunkelheit kommen auch die vielen Lichter in den Strassen und Stuben nicht auf. Das Lied bei KG 306, mit dem wir uns in den Gottesdienst einstimmen, erinnert an die Dunkelheiten in der Welt und wohl auch in uns, wirft aber auch ein hoffnungsvolles Licht hinein in «Finsternis und Todesschatten». Wir wollen uns in dieser Feier für diese Hoffnung öffnen. (Lied 306 singen)

      Bussakt und Vergebungsbitte:

      Lassen wir die Bilder dieses Liedes nochmals auf uns wirken und fragen wir uns, welchen Anteil wir daran haben:

      • am Unfrieden, wo Macht und Gewalt mitmenschliches Leben niedertritt
      • an den Tränen der Vielen im Dunkeln und in der Hoffnungslosigkeit  
      • an der Verlassenheit und Einsamkeit jener, für die sich niemand interessiert      

      Der Gott, der uns ins Licht führt, der unsere Namen alle kennt, er befreie uns aus der Finsternis von Sünde und Schuld in seinem Sohn, dem «Sohn Gottes, der das Zepter hält.» Amen.

      Kyrie:

      So grüssen wir jetzt den unter uns gegenwärtigen Herrn, unser Heil, unser Licht, unsern Trost.

      (Kyrie-Tropus KG 296).

      Lesung:

      Jes 9,1-6

      KG 302: O Heiland, reiss die Himmel auf

      O Heiland, reiss die Himmel auf KG 302
      O Heiland, reiss die Himmel auf KG 302

      Im Dreissigjährigen Krieg 1622 entstanden, wurde das Lied «O Heiland reiss die Himmel auf» zu einem der wichtigsten, konfessions-übergreifenden Adventslieder. Der niederrheinische Dichter und Jesuit Friedrich¦ Spee (1591–1635) äussert mit erregten Gefühlsausbrüchen die Not dieser Jahre. Ungeduldige Rufe (O, Ach) leiten die Sätze ein und das ungestüme Drängen (reiss auf, reiss ab, komm, komm herab, schlag aus, brecht aus) lässt nicht ab. Die archetypischen Bilder aus dem Alten Testament zeichnen kosmische Perspektiven: Ausweglose Schuldverstrickung und Todverfallenheit. Dazu kontrastiert die Zusage vom rettenden Eingreifen Gottes im Bild vom Tau, der sich erquickend auf die Erde senkt und neues Leben schafft. Nach den drei Hoffnungsstrophen bricht nochmals die ganze menschliche Not ungefiltert durch. Spee, als 44jähriger selbst ein Opfer dieses Krieges, weiss, wovon er spricht. Er schreibt den «Hexenhammer», steht sterbenden Hexen auf dem Scheiterhaufen bei, erntet aber dafür nur Widerspruch. Auf die uralte Menschheitsfrage «Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?» gibt das Lied nur eine verschlüsselte Antwort, verborgen in der Bitte und der sie tragenden Hoffnung.

      Liturgischer Gruss:

      Gnade und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus, sei mit euch. 

      Kurze Einführung:

      Ein Lied, entstanden im Krieg vor rund vierhundert Jahren: Wer in dieser noch immer von Kriegen geschundenen Menschheit möchte nicht mitrufen und mitschreien: «O Heiland, reiss die Himmel auf»? Dieser Ruf des Dichters Friedrich¦ Spee im Dreissigjährigen Krieg (um 1622) ist kein stilles Bittgebet, eher einer Verzweiflungsschrei: Komm endlich, komm herab, reiss ab Schloss und Riegel, wo bleibst du denn…? Menschen in Palästina, in Afghanistan, im Sudan und anderswo kennen diesen Schrei. Wer in sein eigenes Leben hinein hört, dem ist solches Rufen ebenso nicht fremd. Lassen wir das Lied an unsere Haut gehen und machen wir uns seine Bitte zu Eigen. (Lied 302 singen)

      Bussakt und Vergebungsbitte:

      Guter Gott,

      • Wir sind oft so verschlossen und vernagelt: Reiss auf, wo Schlosss und Riegel sind.
      • Wir kommen uns oft vor wie ausgebranntes Erdreich: Im Tau herab, o Heiland fliess.
      • Wir verdrängen den Tod und dein Gericht: Führ uns vom Elend zu dem Vaterland.

      «O Gott, ein Tau vom Himmel giess:» auf alles, was ausgebrannt, unfruchtbar, trost- und hoffnungslos ist. Lass Christus, die Sonne der Gerechtigkeit, in unsern Herzen aufgehen und uns ihm anvertrauen, ihm, der uns führen will mit starker Hand. Amen.

      Kyrie:

      Jesus Christus, der unsre Menschenwürde erneuert, uns seinem Bild gleich gestaltet und uns Anteil gibt an seinem Reich, ̵̶  ihn wollen wir grüssen in unserer Mitte im Kyrie-Ruf:

      (KG 65: Herr, nach dessen Plan wir Menschen wurden.)

      KG 310: Die Nacht ist vorgedrungen

      Wenn wir die fünf Strophen überfliegen, stellen wir fest, dass vier mit dem Stichwort «Nacht»  oder «Dunkel» beginnen: Die Nacht ist vorgedrungen (1.), Die Nacht ist schon im Schwinden (3.Str.), Noch manche Nacht wird fallen (4.Str.), Gott will im Dunkel wohnen (5.Str.). Schon in der 1.Str. wird deutlich, wie der Dichter Jochen Klepper (1938) mit dem Dunkel umgeht: Es wird nicht vom hellen Licht der Sonne besiegt (die Sonne kommt im ganzen Lied nicht vor), und «Angst und Pein» nach einer durchweinten Nacht werden nicht beseitigt. Sie beide bleiben und werden lediglich erhellt und aufgelichtet vom «hellen Morgenstern», – auch er, kein Ersatz für die Sonne oder das Taglicht. Klepper weiss, wovon er spricht. Zwischen «Nacht und Nacht» hat er sein ganzes Leben zugebracht, bis er schliesslich in einer letzten Nacht vom 10.Dezember 1942 zusammen mit seiner jüdischen Frau und deren jüngster Tochter freiwillig aus dem Leben scheidet. Er sah darin die einzige Lösung, einer durch die Nazis geforderten Zwangsscheidung mit anschliessender Deportation von Gemahlin Hanni und Tochter Renate ins KZ aus dem Weg zu gehen. Die Nächte der Passion werfen aber schon Jahre zuvor ihre langen, dunklen Schatten voraus. Klepper ahnte sie und vermag auch Weihnachten nicht ohne sie zu denken, wie dies in einem Gedicht von 1938 bereits durchscheint:

      «Die Welt liegt heut um Freudenlicht,
      Dein aber harret das Gericht.
      Dein Elend wendet keiner ab.
      Vor deiner Krippe gähnt das Grab.» 

      Der Todesabgrund, der das Leben einkreist, bleibt, aber der Mensch fällt nicht ins Bodenlose, sondern in Gottes Arme:

      «In jeder Nacht, die mich umfängt,
      darf ich in deine Arme fallen,
      und du, der nichts als Liebe denkt,
      wachst über mir und allen.
      Du birgst mich in der Finsternis.»

      Liturgischer Gruss:

      Gnade und Friede von dem, der ist und der war und der kommen wird, sei mit euch.

      Kurze Einführung:

      Viele lieben die langen Winternächte mit dem Spiel der Lichter, der bergenden Stubenwärme und der Vorfreude auf Weihnachten. Für andere sind diese Nächte ein Bild ihrer dunklen Gegenwart und  Zukunft, den Vorboten des letzten Scheiterns in Leiden und Tod. Trägt dann unsere Adventshoffnung noch? Das Lied KG 310, das uns in diesen Gottesdienst hineinführt, lässt uns darüber nachdenken. (KG 310 singen)

      Bussakt und Vergebungsbitte:

      Guter Gott,

      • Schuld und Sünde sind Nachtseiten, denen wir aus eigener Kraft nicht entrinnen: Herr …
      • Es gibt einen Ausweg, …wenn wir dem Kinde glauben! Christus …
      • Doch selbst im Dunkel wohnst du bei uns, du lässt uns nie im Stich. Herr …

      Guter Gott, lass uns nicht allein in unsern Nächten. In der Angst, endgültig zu scheitern, lass uns dem Kind, deinem Sohn vertrauen. Du schenkst uns die Gewissheit: «Wer hier dem Sohn vertraute, kommt dort aus dem Gericht.» Amen.

      Kyrie:

      Jesus, den mit uns wandernden Stern der Gotteshuld, besingen wir im Kyrie. (KG 69: Kanon einstimmig, dann mehrstimmig).

      Walter Wiesli

      Credo

      Im Credo bekennen wir ganz persönlich unsern Glauben, den bei der Taufe die Paten oder Eltern für uns stellvertretend gesprochen haben. Ein mündiger Christ kann dieses Bekenntnis nicht mehr an andere delegieren. Im Vordergrund steht das Bekenntnis, was bedeutet, dass die sprechende oder singende Form möglich ist. Auf jeden Fall sollte die Gemeinde nicht ausgeschlossen werden. Dies schafft Probleme bei festlichen Kompositionen (z.B. Orchestermessen). Wenn man solche ‚aufführt’, muss man zumindest wissen, dass dies liturgisch betrachtet keine ideale Form ist. Man spricht vom Grossen Glaubensbekenntnis (Nizäno-konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis KG 245) und vom Kleinen Glaubensbekenntnis (Apostolischen Glaubensbekenntnis KG 31.3). Das Grosse Glaubensbekenntnis hat im Credo III (KG 171) als spätmittelalterliche Gregorianik durch das Kyriale Simplex weiteste Verbreitung gefunden. Dem F-Dur verwandt und aus dem Dreiklang gezeugt verdankt es seine Volkstümlichkeit, die allerdings mit der frühen Gregorianik kaum mehr etwas zu tun hat. Weil moderne, fortlaufend komponierte Glaubensbekenntnisse meist musikalisch anspruchsvoll sind, singt man an deren Stelle meistens Credo-Lieder (KG 94 – 98), die als ,Kurzschnitt‘ eine tolerable, aber keine optimale Lösung darstellen. Eine gute Zwischenlösung bietet KG 94, wo die Gemeinde den Glaubenssätzen neunmal mit dem Ruf «Amen, wir glauben» zustimmt. Eine analoge Lösung bietet KG 82 für das Gloria an. Gelegentlich kann zur Vermeidung von Routine ein offeneres und einfacheres Glaubenszeugnis hilfreich sein wie KG 246.1, 246.2, 246.3, 604.7, 604.9. Das Glaubenszeugnis 604.7 wurde bekannt unter dem Namen «Vancouver-Litanei». Sie ist das Schlussbekenntnis der Sechsten Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Vancouver (Kanada) 1983. Der hier begonnene «Konziliare Prozess» (Lernweg christlicher Kirchen für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung) wurde zum Anlass, dass vermehrt die Anliegen Schöpfung, Frieden und Gerechtigkeit in moderne Glaubensbekenntnisse einfliessen.

      Walter Wiesli

      Gemeindeverse

      Bedeutung der Gemeindeverse

      Zu allen liturgisch geprägten Zeiten bietet das KG so genannte «Gemeindeverse» an. Sie finden sich jeweils angefügt an die Zeitlieder unmittelbar vor den Texten.  Es handelt sich um Leitverse zu den Psalmen, die ehedem als «Propriumsgesänge» zur Eröffnung (Introitus), zur Gabenbereitung (Offertorium) und zur Kom­munion (Communio) gesungen wurden ,  ̶  Gesänge also, die heute nach AEM 17 zu den «Elementen, die eine Handlung begleiten», gehören. Im Angebot der Gemeindeverse finden sich auch Leitverse zum Antwortpsalm, der als «selbständiger Gesang» eine Sonderstellung einnimmt. Als gläubige Antwort der Gemeinde auf das Wort Gottes ist er ein selbständiges Element, das durch nichts Anderes ersetzt werden sollte. Im Gegensatz zu ihm begleiten die erwähnten Prozessionalgesänge das Abschreiten eines Weges beim feierlichen Einzug, beim Herbeibringen der Gaben und beim Kommuniongang. Sofern es ein solches Abschreiten von Wegen gibt, wäre es sinnvoll, an dieser Stelle einen Psalm mit einem geeigneten Leitvers zu singen. Er würde die Gestik des Aus­schreitens, Aufbrechens, Ankommens verdeutlichen und vor allem auch der «Verliedung» der Gottesdienste entgegenwirken. Die verschiedenen musikalischen Gattungen sind wertvolle Interpreten der jeweiligen Funktion litur­gischer Handlungen. Als mögliche Singweisen eignen sich die  traditionelle Gemeindepsalmodie wie auch die anspruchsvolleren Formen des Cantionale oder an­derer Sammlungen.

      Die Prozessionsgesänge

        Die Prozession zum Einzug:

        Wir kennen ihn aus der feierlichen in der Papstmesse des 7. Jahrhunderts. [OR 1,40.50.53: Andrieu OR 2, 80-84] Er hat aber auch heute noch als ein festliches, sammelndes Hineinschreiten mit Kreuz, Weihrauch, Leuchtern und Evangeliar einen tiefen Sinn. Als sich die Sakristeien allmählich nicht mehr am Eingang der Basiliken fanden, verkürzte sich der Weg und damit auch der Psalm auf einen Vers. Nach Möglichkeit ist die Gemeinde am Singen des Leitverses zu beteiligen, wobei festlicher Psalmengesang des Chores die Festlichkeit vertiefen könnte (z.B. mit Falsobordone-Psalmodie). In der österlichen Zeit wird man vorzugsweise das Halleluja als Leitvers wählen.    

        Die Gabenprozession:

           Im Ordo Romanus I (7. Jh.) macht ein langer Gesang zum aufwendigen Hinbringen der Naturalgaben (für die Eucharistie, den Klerusunterhalt, die Armen) noch einen guten Sinn. Rund um das zehnte Jahrhundert passiert dies nur noch sehr rudimentär. Damit verlieren die sehr langen gregorianischen Offertorien ihre Bedeutung. Vor allem um der an dieser Stelle oft missverstandenen Opferthematik aus dem Weg zu gehen, kam es im MD zu folgender Bemerkung: «Im Hinblick auf den lauten Vortrag des Wortgottesdienstes und des Hochgebetes empfiehlt es sich, die hier gebotene Möglichkeit des ‘heiligen Schweigens‘ zu nutzen und auf einen lauten Vortrag der Begleittexte zu verzichten.»

            Da bei gewissen Anlässen noch immer feierliche Gabenprozessionen üblich sind, wäre ein meditativer Gabengesang mit Psalm und Kehrvers noch immer eine gute Lösung. Auch hier ist das Hintragen der Gaben zum Altar  ̶  der ganzen Gemeinde oder einzelner Vertreter und Vertreterinnen    ̶  eine sinntiefe Geste. Zu empfehlen ist ein auswendiges Singen. Die im KG angebotenen Lieder zur Gabenbereitung umgehen gezielt die Opferthematik und führen so nicht auf jene falsche Fährte, die leider in manchen traditionellen Gabengebeten noch anzutreffen ist. (Vorwegnahme dieser Thematik des Hochgebets).

        Die Prozession zum Kommuniongang:

        Nach Ausweis der Handschriften war zum Kommuniongang die Psalmodie bis ins 11./12. Jahrhundert (mit regionalen Unterschieden) in Gebrauch. Später blieb nur die Antiphon als Einzelstück ohne Vers übrig. Lediglich die Commu­nio der Totenmesse behielt einen Vers. Die Liturgiereform versuchte den Psalmengesang zum Kommuniongang wieder neu zu beleben, [AEM 57i] um damit «die geistliche Gemeinschaft der Kommunizierenden in gemeinsamem Singen zum Ausdruck zu bringen, die Herzensfreude zu zeigen, die geschwisterliche  Verbundenheit beim Hinzutreten zum Kommunionempfang zu vertiefen.» Leider stellen wir fest, dass diese Motivation zwar einleuchtet,  beim heutigen (privatisierten) Kommunion- und Singverständnis beim Kommuniongang nur selten noch gesungen wird. An seine Stelle tritt Orgelmusik oder Sologesang (ein Soloinstrument), die aber eine angemessene Zeit der Stille nicht verdrängen sollten.

        Gemeindevers und Psalm

        Die Wahl des Psalms zu den angebotenen Gemeineversen (Leitversen) ist Sache der Gestaltenden. Dazu müssen der Modus (Psalmton) und die Tonart des Leitverses übereinstimmen. Fürs Erste helfen dazu Angaben, die unter jedem Leitvers zu finden sind. Wählen wir dazu KG 315:

        Notenbeispiel KG 315

        Römische Ziffern von I – IX

        Sie bezeichnen die Psalmtöne, die in Frage kommen, hier II, III, VIII: Es eignen sich also diese drei Psalmtöne, die man beim Psalm vor der Notenlinie findet, wie z.B. die VIII vor Ps 24 bei KG 319.1

        Der Kleinbuchstabe (a)

        Der Kleinbuchstabe nach der Ziffer bezeichnet den Rezitationston, dies ist die runde leere Noten in der Psalmennotation, hier der Ton A. Wenn Leitvers und Psalm die gleichen musikalischen Vorzeichen haben, dann sind Leitvers und Psalm in der Regel auch kompatibel, hier haben beide drei Kreuze.

        Der Buchstabe Q

        Der Buchstabe Q verweist auf das Autorenverzeichnis im KG S.907: Die Zahl 49 steht für Walter Röder. Im Verzeichnis der Biografien erfahren Sie mehr über diesen Autor (suchen: Röder).

        Es fällt Ihnen sicher auf, dass bei gleichen Psalmtönen  verschiedene Rezitationshöhen stehen, z.B.: KG 315.2:  IV h – VII h, für KG 315.4:  IV g – VII g. Dies ist bedingt durch die Tonart und durch den Tonumfang (Ambitus) des Leitverses. Wenn Sie sich bei den KG-Vorschlägen am Rezitationston orientieren, passen Leitvers und Psalm sicher zusammen. In KG 319 und 319.1 ist der Schlusston des Leitverses zugleich der Anfangston des Psalms. Dies ist nicht immer so, bei den Leitversen der Reihe 315 trifft dies in elf Fällen nicht zu. Wer sich in Modi- und Tonartenfragen nicht auskennt, versuche es mit den vorgeschlagenen Psalmtönen. Nicht alle sind musikalisch und bezüglich des Stimmunggehalts gleich günstig. Singend zeigt sich, was gut klingt und atmosphärisch stimmt.

        Walter Wiesli

        Taufgedächtnis

        Das Sonntägliche Taufgedächtnis kam in der Reform leider etwas zu kurz und scheint im Messbuch (MD) nur am Schluss im Anhang I auf (S.1171-1175).  Es kann zu Beginn aller Sonntagsmessen (und Vorabendmessen) in allen Kirchen und Kapellen zwischen Begrüssung und Gloria bzw. Tagesgebet eingefügt werden. Der Bussakt entfällt. Der anamnetische Lobpreis über das Wasser (das Segensgebet) ist auch dann zu sprechen, wenn Weihwasser verwendet wird, weil im Vordergrund die Erinnerung steht (Berakkah). Kurz skizziert verläuft der Ritus wie folgt:

        Du führst mich hinaus Lv KG 607

        Im Chor steht ein Gefäss mit (Weih-)Wasser: In der Begrüssung gibt der Liturge oder die Liturgin eine kurze Sinndeutung. Lied zum Taufgedächtnis (KG 4, 37). Es folgt ein Segensgebet über das Wasser, deren es im MD (1974) vier zur Auswahl gibt. Dann bekreuzt sich der Priester selbst, besprengt die Altardiener/innen sowie die Gemeinde unter Psalmengesang (Lv/Ps 607; Lv 385.6 + Ps 489.1; 385.7 + 624.1; 428.2 + 618.1),  ̶  wobei er auch durch die Kirche schreiten kann.

        Selbstverständlich kann die Gemeinde oder der Chor auch einen anderen Gesang zum Taufgedächtnis singen. Nach dem Besprengungsritus folgt die Christus-Prädikation (Kyrie), das Gloria (ausser in der Fastenzeit) und das Tagesgebet. Während früher die Texte mehrheitlich um Sünde und Anfechtung kreisten, ist dieser Ritus deutlich als Taufgedächtnis zu verstehen.

        Im KG bekommt dieser Ritus in Text und Gesang einen besondern Stellenwert: «Das Sonntägliche Taufgedächtnis erinnert die Versammelten an die Bedeutung der Taufe für ihr Christsein und ermutigt sie, in Umkehr und Vertrauen auf Gott zu leben. In diesem Gedenken erneuert sich die heilende Kraft des Anfangs: Der in Taufe und Firmung geschenkte Heilige Geist verbindet sie von Neuem mit

        Christus, ihrem Herrn und Bruder.» (KG S.102).

        Walter Wiesli

        Fürbitten

        Die Fürbittrufe

        Bekanntlich werden Bittrufe leicht zur Routine («Wir bitten dich, erhöre uns»). Erwünschte wäre ein kleines Repertoire unterschiedlicher Rufe, über die eine Gemeinde allmählich auswendig verfügt. Es können dies einfache Kyrie-Rufe sein, die man ohnehin verwendet. Sehr schlicht sind auch die beiden Rufe 31.4 und 31.5, wobei das «Christus, höre uns» an die Bitte angefügt und von der Gemeinde mit «Christus, erhöre uns» aufgenommen wird.

        Hilf uns, wir bitten dich Lv KG 385.3
        Hilf uns, wir bitten dich Lv KG 385.3

        Ins Repertoire gehörten auch zu mindest je ein Ruf für jede liturgisch geprägte Zeit. Im Advent KG 315.2 (Komm, Herr, und säume nicht). In der Weihnachtszeit: KG 359.2 (Gott ist mit uns). In der Fastenzeit: KG 385.3 (Hilf uns, wir bitten dich). In der Osterzeit: KG 458.2 (König der Herrlichkeit Christus). Pfingsten: KG 489 (Sende aus deinen Geist).

        Für festliche Anlässe werden gern mehrstimmige Rufe gewählt, so beispielsweise KG 31.7 mit der Einleitung KG 31.6. Dieser vierstimmige Ruf von Josef Seuffert lässt sich auch in einfachsten Verhältnissen realisieren, weil er nur drei kadenzale Akkorde verwendet. Ebenso einfach bietet sich KG 548 dar: Gospodi pomilui (Kyrie eleison. Herr, erbarm dich unser). Taizé-Freunde greifen gern zu KG 71, wo die Bitte in einen Summchor eingebettet wird (gesungen oder gut gesprochen). Sie schliesst mit «wir rufen zu dir» oder «wir bitten dich». Dieser stereotypische Schluss ist wichtige, damit der Chor auf die letzte Silbe die Dominante legt. Ebenfall leicht erlernbar ist das vierstimmige Kyrie aus der ukrainisch-orthodoxen Liturgie bei KG 70.

        Es ist darauf zu achten, dass sich der Aufwand von Bitte und Bittruf einigermassen entsprechen. Für die einfachste Bittform, die so genannten Für-Form («Wir bitten für alle Bedrängten und Notleidenden») wird man einen entsprechend schlichten Ruf singen. Die Dass-Form ist etwas aufwändiger («Für die Mächtigen dieser Erde: Dass sie mit ihrer Politik die Voraussetzungen schaffen für ein friedvolles Zusammenleben der Völker») und könnte demgemäss auch im Ruf etwas gewichtiger aufgenommen werden. Die Grossen Fürbitten, wir sie heute noch am Karfreitag begehen, wurden früher immer gesungen.  

        Walter Wiesli

        Orgelbuch III numerisch

        Numerisches Verzeichnis der Gesänge im Orgelbuch III

        Aw = Antwortgesang;  Ca = Canticum;  Gs = nicht liedmässiger Gesang;  Gk = Gregorianik;

        Ka = Kanon;  Kl = Kyrie-Litanei;  Ld = Lied;  Lv = Leitvers;   Pl = Psalmlied

        ö = ökumenische Liedfassung,   + = identisch mit der Fassung im evang-ref.Gesangbuch

        NR.

        TITEL

        2

        Jubiláte Deo Ka

        (ö)+

        3

        Wen Gott beruft ins Leben Ld

        6

        Gott, der du alles Leben schufst Ld: wie Nr.512

        7

        Nun schreib ins Buch des Lebens Ld: wie Nr.3

        ö+

        35

        Du hast mich, Herr, zu dir gerufen Ld

        +

        38

        Liebster Jesu, wir sind hier Ld

        (ö)+

        49

        Kommt herbei, danket dem Herrn Ka

        ö

        59

        Herr, erbarme dich (Schroeder) Gs

        67

        O Herr, nimm unsre Schuld Ld

        ö+

        68

        Meine engen Grenzen Ld

        70

        Kýrie eléison (orthodox, 4stg)

        +

        71

        Kýrie, Kýrie eléison (Taizé, 4stg)

        +

        72

        Löse meine Fesseln Ka

        73

        Gott in der Höh sei Preis und Ehr Ld

        ö+

        76

        Ehre sei Gott im Himmel und auf Erden Ld

        ö

        78

        Es jubelt aller Engel Chor Ld

        79

        All Ehre dir, Gott in der Höh Ld

        80

        Lasst uns Gott dem Herrn lobsingen Ld

        89

        Halleluja (3stg)

        92

        Halleluja (Taizé, 4stg)

        95

        Ich glaube: Gott ist Herr der Welt Ld

        +

        97

        Gott ist dreifaltig einer Ld

        ö

        98

        Wir glauben, Gott, dass du es bist Ld

        +

        105

        Heilig bist du, großer Gott Ld

        +

        107

        Heilig ist Gott in Herrlichkeit Gs

        ö+

        108

        Heilig … Herr, Gott der Mächte (Steinau) Gs

        ö+

        117

        Heilig … Herr, du Gott der Scharen (Rohr) Gs

        122

        Amen-Ruf zur Großen Doxologie, (4stg) Gs

        122.1

        Amen-Ruf zur Großen Doxologie, (4stg) Gs

        122.2

        Amen-Ruf zur Großen Doxologie, Ka

        122.3

        Amen-Ruf zur Großen Doxologie, (4stg) Gs

        122.4

        Amen-Ruf zur Großen Doxologie, (4stg) Gs

        122.5

        Amen-Ruf zur Großen Doxologie, Ka

        126

        Gottes Lamm, Herr Jesu Christ Ld

        128

        Christe, du Lamm Gottes (Graz) Ld

        ö+

        129

        O Jesus, du Lamm Gottes Ld

        133

        Wir rühmen dich, König der Herrlichkeit Ld

        138

        Beim letzten Abendmahle Ld: wie Nr.3

        141

        Preis, meine Seele, Gott den Herrn Ld

        143

        Dank sei dir, Vater, für das ewge Leben Ld

        ö+

        145

        Du lässt die liebe Sonne scheinen Ld

        ö

        147

        Komm, Herr, segne uns Ld

        +

        148

        Im Frieden dein, o Herre mein Ld

        ö+

        153

        Hüt isch e grosses Fäscht Gs

        154

        Blyb du bi öis Gs

        155

        Du bisch öise Vatter im Himmel Ld

        156

        «Heilig, heilig» singed dir Himmel und Erde Ld

        159

        Kýrie (gregorianisch) Gk

        160

        Kýrie (Missa mundi) Gk

        161

        Glória (Missa mundi) Gk

        164

        Kýrie (Missa de Angelis) Gk

        165

        Glória (Missa de Angelis) Gk

        168

        Kýrie (Advent, Fastenzeit) Gk

        169

        Sanctus (Advent, Fastenzeit) Gk

        170

        Agnus Dei (Advent, Fastenzeit) Gk

        171

        Credo III Gk

        181

        Gott wohnt in einem Lichte Ld: wie Nr.97

        ö+

        183

        Wir haben Gottes Spuren festgestellt Ld

        184

        Manchmal kennen wir Gottes Willen Ld

        ö+

        186

        Danket Gott, denn er ist gut Pl

        ö+

        189

        Große, Kleine, Buben, Mädchen Ld

        ö

        194

        Wie schön leuchtet der Morgenstern Ld

        +

        195

        Adorámus te, Dómine (Taizé) Gs

        196

        Schönster Herr Jesu Ld

        ö+

        197

        Jesus, dir leb ich Ld

        198

        Ich will dich lieben, meine Stärke Ld

        ö

        200

        In dir ist Freude Ld

        (ö)+

        201

        Gott liebt die Welt mit ihrer Schuld Ld

        +

        208

        Ich möcht, dass einer mit mir geht Ld

        210

        «Wachet auf», ruft uns die Stimme Ld

        ö+

        211

        König ist der Herr. Völker, gebt ihm Ehr Pl

        +

        212

        Du König auf dem Kreuzesthron Ld

        217

        Kommet, lobet ohne End Ld

        219

        Preise, Zunge, das Geheimnis Ld

        220

        Lasst uns tief gebeugt verehren Ld

        228

        Komm, Schöpfer Geist, kehr bei uns ein Ld

        236

        Nun danket alle Gott Ld

        ö+

        240

        Dreifaltiger verborgner Gott Ld: wie 562 und 577

        241

        Singet, singet, singet dem Herrn Ka

        +

        298

        Macht hoch die Tür, die Tor macht weit Ld

        ö+

        302

        O Heiland, reiß die Himmel auf Ld

        ö+

        303

        «Tauet, Himmel, den Gerechten» Ld

        304

        Gott, send herab uns deinen Sohn Ld

        +

        307

        Komm, du Heiland aller Welt Ld

        (ö)

        308

        Es flog ein Täublein weiße Ld

        310

        Die Nacht ist vorgedrungen Ld

        ö+

        312

        Die Nacht geht zu Ende Ld

        +

        314

        Maria durch ein’ Dornwald ging Ld

        +

        334

        Es ist ein Ros entsprungen Ld

        (ö)+

        335

        Herbei, o ihr Gläub’gen Ld

        +

        336

        Lobt Gott, ihr Christen alle gleich Ld

        (ö)(+)

        341

        Stille Nacht, heilige Nacht Ld

        (ö)+

        343

        O du fröhliche Ld

        ö+

        344

        Weise Herrn aus fremdem Land Gs

        ö

        346

        In dulci jubilo Ld

        ö+

        348

        Ehre sei Gott in der Höhe (Gebhardi) Ka

        ö+

        349

        Es ist für uns eine Zeit angekommen Ld

        ö+

        350

        Hört, der Engel helle Lieder Ld

        ö+

        351

        Gott aus Gott und Licht aus Licht Ld

        +

        355

        Der du die Zeit in Händen hast Ld

        +

        356

        Lobpreiset all zu dieser Zeit Ld

        (ö)+

        381

        Aus Herzensgrund ruf ich zu dir Ld

        384

        Aus tiefer Not schrei ich zu dir Pl

        ö+

        388

        Ehre sei dir, Christe Ld

        +

        389

        O Haupt voll Blut und Wunden Ld

        (+)

        395

        Wir danken dir, Herr Jesu Christ Ld

        ö+

        425

        O du mein Volk, was tat ich dir Ld

        439

        Christus ist erstanden! O tönt, ihr Jubellieder Ld

        440

        Nun saget Dank und lobt den Herren Pl

        (ö)+

        441

        Christus ist auferstanden Ka

        +

        451

        Christus ist auferstanden. Freud ist … Ld

        ö+

        456

        Heut hören es alle Ld

        475

        Singt mit froher Stimm Pl

        +

        486

        «Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes» Ld, Ka

        ö+

        498

        Nun lässest du, o Herr Ld

        ö+

        508

        Gott ruft sein Volk zusammen Ld: wie Nr.97

        509

        Sonne der Gerechtigkeit Ld

        ö+

        512

        O Jesu Christe, wahres Licht Ld

        ö+

        517

        Gott, weil er groß ist Ka

        ö+

        519

        Laudáte omnes gentes (Taizé, 4stg) Gs

        ö+

        520

        Nun danket Gott, erhebt und preiset Pl

        ö+

        521

        Alle guten Gaben Gs

        +

        522

        Nun singt ein neues Lied dem Herren Pl

        ö

        523

        Lobt froh den Herrn Ld

        ö

        524

        Lobe den Herren, den mächtigen König Ld

        (ö)+

        528

        Dir, Gott, ist nichts verborgen Pl

        (ö)+

        529

        Ich will dem Herrn singen Ka

        +

        530

        Ich will dir danken Ka: wie Nr.600

        +

        531

        Mein ganzes Herz erhebet dich Pl

        ö+

        533

        Singt dem Herrn … niemand soll’s euch wehren Ld

        ö

        534

        Nun lobet Gott im hohen Thron Pl

        ö

        537

        Lobet und preiset, ihr Völker, den Herrn Ka

        ö+

        538

        Singet dem Herrn ein neues Lied … tut Wunder Pl

        ö

        541

        Wer nur den lieben Gott lässt walten Ld

        (ö)+

        542

        Wer unterm Schutz des Höchsten steht Pl

        +

        543

        Sende dein Licht und deine Wahrheit Ka

        ö+

        544

        Ich steh vor dir mit leeren Händen Ld

        ö+

        546

        Mein Herr und mein Gott Ld

        +

        547

        Hilf, Herr meines Lebens Ld

        ö+

        548

        Gospodi pomilui Gs

        553

        Gott ist bei uns am Abend und am Morgen Ka

        554

        Von guten Mächten wunderbar geborgen Ld

        +

        557

        Dienet, dienet, dienet dem Herrn Ka

        560

        Die dem Herrn vertrauen Lv, Ka

        +

        562

        Beschirm uns, Gott, bleib unser Hort Ld

        +

        563

        Trittst im Morgenrot daher Ld

        +

        564

        Herr, wir preisen dich Ld

        567

        Herr, gib uns Mut zum Hören Ld

        (ö)+

        571

        Gott, deine Güte reicht, so weit Pl

        +

        572

        Herr, dich loben die Geschöpfe Ld

        +

        574

        Erfreue dich, Himmel, erfreue dich Erde Pl

        ö+

        577

        Herr, gib uns unser täglich Brot Ld

        +

        579

        Solang es Menschen gibt auf Erden Ld

        ö

        581

        Alles, was Odem hat Ka, Ld

        ö

        582

        Die Sonne hoch am Himmelszelt Ld

        ö

        590

        Da pacem, Dómine Ka

        +

        598

        Brich den Hungrigen dein Brot Ld

        ö+

        599

        Nahe wollt der Herr uns sein Ld

        600

        Schweige und höre Ka

        +

        602

        Gottes Regenbogen, seht Ld

        ö

        670

        All Morgen ist ganz frisch und neu Ld

        (ö)+

        671

        Morgenglanz der Ewigkeit Ld

        ö

        672

        Schon zieht herauf des Tages Licht Ld

        +

        673

        Aber auch der Regenmorgen Ld

        +

        676

        Vom Aufgang der Sonne Ka

        ö+

        678

        Aus meines Herzens Grunde Ld

        (ö)(+)

        681

        Ruhet von des Tages Müh Ka

        ö+

        688

        Nun trägt der Abendwind den Tag Ld

        +

        689

        Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen Ld

        (ö)+

        691

        Vater, segne diese Speise Ka

        ö+

        692

        Halleluja, Halleluja. Amen Ka

        ö+

        693

        Segne, Herr, was deine Hand Ka

        ö+

        694

        Gott, segne unser täglich Brot Ka

        705

        Wir alle essen von einem Brot Ld

        ö

        706

        Mitten wir im Leben Ld

        (ö)+

        708

        Wir kommen und gehen, Wolken im Wind Ld

        710

        Wechselnde Pfade Ka

        +

        728

        Christus, der ist mein Leben Ld: wie Nr.3

        ö+

        729

        Ach wie flüchtig, ach wie nichtig Ld

        +

        749

        Ave Maria zart Ld

        752

        Salve Regína Gk

        756

        Erhebt in vollen Chören Ld

        761

        Salve! Maria, Königin Ld

        763

        Maria, breit den Mantel aus Ld

        781

        Gott, aller Schöpfung heilger Herr Ld: wie 562 und 577

        Walter Wiesli