Schmid, Christoph von
* 1768, Katholischer Priester und Pädagoge, † 1854, Verfasser von Katechismen, Herausgeber des Gesangbuches «Christliche Gesänge» unter Berücksichtigung des evangelischen Liedschatzes.
Text: 138, 732
Schmid, Christoph von
* 1768, Katholischer Priester und Pädagoge, † 1854, Verfasser von Katechismen, Herausgeber des Gesangbuches «Christliche Gesänge» unter Berücksichtigung des evangelischen Liedschatzes.
Text: 138, 732
Jorissen, Matthias
* 1739 in Wesel (Nordrhein-Westfalen), † 1823 in Den Haag (Niederlande). Reformierter Theologe, Hauslehrer, Pfarrer, Bearbeiter und Übersetzer des ? Genfer Psalters.
Text: 520, 531
Scheffler, Johann (Angelus Silesius)
* 1624 und † 1677 in Breslau (jetzt Polen). Leibarzt (Herzog zu Oels), kaiserlicher Hofarzt, 1653 Konversion, Franziskaner, Katholischer Priester, Rat, Hofmarschall des Fürstbischofs von Breslau, Arzt und Dichter im Kreuzherrenstift, Autor religiös-theologischer Schriften, Lyriker, Aphoristiker.
Text: 192, 198, 517
Gerhardt, Paul (Paulus)
* 1607 in Gräfenhainichen (Sachsen-Anhalt), † 1676 in Lübben/Spreewald (Brandenburg). Luth. Theologe, Hauslehrer, Propst, Pfarrer, Kirchenlieddichter.
Text: 209, 333, 389, 518, 674
Spee von Langenfeld, Friedrich
* 1591 in Kaiserswerth bei Düsseldorf, † 1635 in Trier (Rheinland-Pfalz). Katholischer Theologe und Philosoph, Jesuit, Magister artium, Lehrer, Priester, Seelsorger, Zeuge und leidenschaftlicher Gegner der Hexenverfolgungen, Katechet, Philosophieprofessor, Schriftsteller, Lyriker.
Text: 204, 302, 337, 449, 451, 753
Lobwasser, Ambrosius
* 1515 in Schneeberg (Sachsen), † 1585 in Königsberg (Ostpreussen, jetzt Russland). Magister artium, Hauslehrer (Hofmeister), Jurist (Dr. iur.), Professor der Rechte, als Lutheraner Übersetzer des ? Genfer Psalters.
Text: 440
Die Kyrie-Litanei (Kl) besteht ursprünglich aus vielfach wiederholten Huldigungsrufen an Christus. Dem Ruf «Kyrie eleison, Christe eleison» wurde im Mittelalter im Kyrie-Tropus ein erklärender Text unterlegt um das Wort Kyrie bez. Christe zu deuten und die langen Melismen zu beseitigen. Häufig wurden Tropen nach ihrem Inzipit (Anfang) zitiert, z. B. «Kyrie, Lux origo». Zunehmend wurden auch andere Messgesänge tropiert.
Die Sequenz entstand aus der Tropierung (Unterlegung eines Textes unter eine melismatische Melodie) des Alleluja-Jubilus (die lange Vokalise am Schluss des Alleluja). Die ältere Sequenzendichtung folgt einem einstrophigen Auf- und Abgesang mit Strophenpaaren im Hauptteil, z. B. die Ostersequenz Victimae paschali laudes (KG 433: Aufgesang – Doppelstrophe – Doppelstrophe – Strophe – Abgesang). Die jüngere Sequenzendichtung des hohen Mittelalters übernahm Reim und Versmass und glich die Sequenz immer mehr den Hymnen an, z. B. die Pfingstsequenz Veni sancte Spiritus aus der Wende des 12./13. Jh. (KG 483: Fünf Doppelstrophen, alle reimen auf «-um»). Die Sequenzen wuchsen dermassen an, dass sie zum Bestandteil fast aller Messen wurden und den Wurzelboden für das deutschsprache Kirchenlied bildeten. Der St. Galler-Mönch Notker Balbulus († 912) schuf allein 40 Sequenzen. Das Messbuch von 1570 übernahm von den zahlreichen Sequenzen nur noch vier (Ostern, Pfingsten, Fronleichnam, Totenmesse). Die Reform des Vaticanums II beschränkte sich auf die Oster- und Pfingstsequenz (AEM 40), während die Fronleichnamsequenz und die Sequenzen für das Fest der Sieben Schmerzen Mariens (Stabat Mater 18. Jh.) fakultativ sind. Das Dies irae der Totenmesse wurde ganz fallen gelassen.
Das Canticum (Ca) ist ein lobpreisender Gesang aus dem Alten oder Neuen Testament, der nicht aus dem Buch der Psalmen stammt, diesen aber im Aufbau gleicht. Cantica haben ihren Platz vorwiegend im Stundengebet. Wichtige neutestamentliche Cantica werden oft nach den Anfangsworten benannt: Magníficat (Lobgesang Mariens, Lk 1,46-55), Benedíctus (Lobgesang des Zacharias, Lk 1,68-79), Nunc dimíttis (Lobgesang des Simeon, Lk 2,29-32). Im gesungenen Stundengebet beginnen alle Verse mit dem Initium.
Der Hymnus ist ein Lobgesang, der seit dem 4. Jahrhundert vorwiegend als Strophenlied mit metrisch und rhythmisch gestaltetem Text auf eine gleich bleibende Melodie gesungen wird. Eine sehr häufige Hymnusform ist die sog. «ambrosianische Strophe», die auch viele Lieder verwenden und eine Unterlegung unter verschiedene Hymnusmelodien ermöglicht. Im Inhaltsverzeichnis werden Hymnen mit dem etwas ausgeweiteten Begriff Ld (Lied) gekennzeichnet.