Katholisches Gesangbuch

Hymnus   

Mit dem Begriff Hymnus (griech.=Logesang) bezeichnet man zu nächst jene frühchristlichen Christuslieder, die in ihrer Art den Psalmen nachgebildet sind (z.B. Phil 2,6-11). Daneben gab es auch zunehmend mehr nicht biblische Lobgesänge wie das «Te Deum» und das «Gloria». Der strophische Hymnustyp entstand im 4.Jh. im syrischen Raum. Typisch für ihn ist die gleich gebaute und auf die gleiche Melodie gesungene Strophe. Die Metrik basierte zunächst auf Längen und Kürzen (quantitativ), später mehrheitlich am dem Wortakzent (qualitativ). Die von Ambrosius geschaffene Form besteht aus  Strophen von je vier jambischen Dimetern: «Gott, heilger Schöpfer aller Stern» KG 309 (.-.-.-.-). Im KG folgen 30 Lieder dieser Strophenform, können also theoretische ihre Melodien austauschen. Der Hymnus fand seinen Platz vor allem in der Tagzeitenliturgie und wuchs im Verlauf der Zeit in die Zehntausende.    

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