Aequalismus

Aequalismus (lat. aequus = gleich) ist die relative Gleichheit von Notenwerten, deren effektive Dauer aber letztlich von der Sprache bestimmt wird (vgl. Kantillation). Eine metronomische Gleichheit kennt die alte Musik (Gregorianischer Gesang) nicht und ist auch heute noch eine Vergewaltigung der Sprache. Massgeblich ist der Sprechrhythmus, den man auf die Melodie überträgt. Dies ist vor allem bei den Präsidialgesängen des Liturgen und im singenden Vortrag von Lesungen zu beachten.