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Dem Grab
den Rücken kehren
Ich muss dem Grab den Rücken kehren, wenn
ich ihn sehen will. Er ist nicht im Grab, nicht
im Dunkel, nicht im Tod. Er war da, jetzt aber
ist er im Leben, im Licht, im Garten.
Ich muss dem Grab den Rücken kehren, wenn ich
ihn sehen will. Er ist im Garten, im Licht, im
Leben. Und er kommt mir entgegen, sieht mich an,
spricht mich an. Er holt mich in seine Nähe,
ins Licht, ins Leben. Ich brauche das Grab nicht
zu vergessen, aber: Ich muss dem Grab den
Rücken kehren, wenn ich ihn sehen will.
KG 470.1 aus: M. L. Langwald,
Frauen-gedanken
Patris Verlag Vallendar-Schönstatt
Ungreifbar
und unfassbar
Wer bist du, Licht, das mich erfüllt
und meines Herzens Dunkelheit erleuchtet?
Du leitest mich gleich einer Mutter Hand,
und ließest du mich los,
so wüsste keinen Schritt ich mehr zu gehen.
Du, näher mir als ich mir selbst,
und innerlicher als mein Innerstes.
Und doch ungreifbar und unfassbar
und jeden Namen sprengend:
Heiliger Geist - ewige Liebe.
KG 493.2 Edith Stein
Atme in
mir, du Heiliger Geist
Atme in mir, du Heiliger Geist, dass ich
Heiliges denke.
Treibe mich, du Heiliger Geist, dass ich
Heiliges tue.
Locke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges
liebe.
Stärke mich, du Heiliger Geist, dass ich
Heiliges hüte.
Hüte mich, du Heiliger Geist, dass ich das
Heilige nimmer verliere.
KG 493.3 Augustinus
zugeschrieben
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