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  Liedmeditation zu KG 709  
 


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Walter Wiesli

Vorbemerkungen
Die Liedeinführung im Gottesdienst ist eine von vielen Möglichkeiten, neue Lieder einzuführen. Die nachfolgende Skizze folgt dem Aufbau eines Wortgottesdienstes mit oder ohne Eucharistiefeier. Dabei ist darauf zu achten, dass die Gottesdienstgemeinde beim Erlernen der Melodie nicht überfordert wird. Sie soll diese, bevor sie erstmals gesungen wird, schon mehrfach gehört haben, beispielsweise schon beim Betreten des Kirchenraumes. Hilfreich sind neben der Orgel weitere Melodieinstrumente. Gänzlich unentbehrlich ist der Versänger oder die Vorsängerin. Die folgende Skizze dient als Denkanstoss zu einem ausführlicheren Skript.

Gott liebt diese Welt (KG 709 / RG 279)

  • Unsere Alltagsskepsis: Liebt Gott diese Welt?

Die ersten fünf Töne sind das "Leitmotiv", musikalisch und textlich. Diese fünf Töne anspielen.
Die Teilnehmer/innen mit der Frage konfrontieren: Liebt Gott diese Welt wirklich? Diese Aussage mit der eigenen Erfahrung vergleichen. Stille, danach:

Musik: Lied instrumental, eventuell Oberstimme verstärken

Reflexion: Die Weltlage und die Alltagserfahrung sprechen dagegen, dass Gott sich um diese Welt kümmert. Diese Erfahrungen können von Anwesenden artikuliert werden (spontan oder vorbereitet).

  • Gottes Liebe wird durch Menschen vermittelt

Das Lied beleuchtet die angesprochene Thematik von einer andern Seite aus: "Gott liebt diese Welt... Wohin er uns stellt, sollen wir es zeigen..."

Musik: 1. Strophe V, dann A

Gottes Liebe fällt nicht steil vom Himmel. Sie kommt meist nicht von oben, sondern von unten. Konkret: Sie wird vermittelt durch die Erfahrung von Angenommensein und Güte, die Menschen vermitteln.
Stilles Nachdenken, wie weit wir diesen Auftrag wirklich ernstnehmen. (Eventuell Bussakt einfügen)

  • Gott mag einige Menschen besonders gut

An Jesus lässt sich ablesen, wem Gottes Liebe besonders gilt.: Nicht den besonders Frommen und Gesetzestreuen, sondern den Geringen, den Armen, Benachteiligten, Diskriminierten und verkrachten Existenzen. In der 4.Strophe verdichtet sich dieser biblische Befund:

Lesen: Die 4. Strophe wird vorgelesen (Orgelbegleitung diskret im Hintergrund)

Gott hat sich in Jesus vorbehaltlos auf die Seite der Armen und Schwachen gestellt. Solches Handeln Gottes ist eine Herausforderung.

Musik: Lied instrumental, dann 4. Und 5. Strophe singen

  • Gottes Handeln verpflichtet

Konsequenzen: Gott liebt diese Welt durch Menschen, die handeln wie Jesus. Diesen Gott finden wir nicht in fernen Himmeln, sondern dort, wo Menschen leben und leiden. In der Person Jesu stellt sich Gott mitten unter die Armen und Schwachen.
Die Überzeugung, dass Gottes Güte im menschlichen Handeln aufscheint, dass andererseits die Begegnung mit dem Menschen zur Begegnung mit Gott wird, durchzieht das Neue Testament wie ein roter Faden.

  • Lesung: 1 Joh 3,14-19a

Musik: 6. Strophe

  • Gebet (Fürbitten)

Musik: 7. und 8. Strophe

Diese beiden Schlussstrophen können auch ganz am Ende des Gottesdienstes gesungen werden. Sie sind eine Erinnerung an unsere Sendung und unsere gemeinsame Verantwortung.


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