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Walter Wiesli
Vorbemerkungen
Die Liedeinführung im Gottesdienst ist eine von vielen
Möglichkeiten, neue Lieder einzuführen. Die
nachfolgende Skizze folgt dem Aufbau eines
Wortgottesdienstes mit oder ohne Eucharistiefeier. Dabei
ist darauf zu achten, dass die Gottesdienstgemeinde beim
Erlernen der Melodie nicht überfordert wird. Sie soll
diese, bevor sie erstmals gesungen wird, schon mehrfach
gehört haben, beispielsweise schon beim Betreten des
Kirchenraumes. Hilfreich sind neben der Orgel weitere
Melodieinstrumente. Gänzlich unentbehrlich ist der
Versänger oder die Vorsängerin. Die folgende Skizze
dient als Denkanstoss zu einem ausführlicheren Skript.
Gott liebt diese Welt
(KG 709 / RG 279)
Die ersten fünf Töne sind das "Leitmotiv",
musikalisch und textlich. Diese fünf Töne
anspielen.
Die Teilnehmer/innen mit der Frage konfrontieren:
Liebt Gott diese Welt wirklich? Diese Aussage mit
der eigenen Erfahrung vergleichen. Stille, danach:
Musik: Lied instrumental, eventuell Oberstimme
verstärken
Reflexion: Die Weltlage und die Alltagserfahrung
sprechen dagegen, dass Gott sich um diese Welt
kümmert. Diese Erfahrungen können von Anwesenden
artikuliert werden (spontan oder vorbereitet).
Das Lied beleuchtet die angesprochene Thematik
von einer andern Seite aus: "Gott liebt diese
Welt... Wohin er uns stellt, sollen wir es
zeigen..."
Musik: 1. Strophe V, dann A
Gottes Liebe fällt nicht steil vom Himmel. Sie
kommt meist nicht von oben, sondern von unten.
Konkret: Sie wird vermittelt durch die Erfahrung von
Angenommensein und Güte, die Menschen vermitteln.
Stilles Nachdenken, wie weit wir diesen Auftrag
wirklich ernstnehmen. (Eventuell Bussakt einfügen)
An Jesus lässt sich ablesen, wem Gottes Liebe
besonders gilt.: Nicht den besonders Frommen und
Gesetzestreuen, sondern den Geringen, den Armen,
Benachteiligten, Diskriminierten und verkrachten
Existenzen. In der 4.Strophe verdichtet sich dieser
biblische Befund:
Lesen: Die 4. Strophe wird vorgelesen
(Orgelbegleitung diskret im Hintergrund)
Gott hat sich in Jesus vorbehaltlos auf die Seite
der Armen und Schwachen gestellt. Solches Handeln
Gottes ist eine Herausforderung.
Musik: Lied instrumental, dann 4. Und 5. Strophe
singen
Konsequenzen: Gott liebt diese Welt durch
Menschen, die handeln wie Jesus. Diesen Gott finden
wir nicht in fernen Himmeln, sondern dort, wo
Menschen leben und leiden. In der Person Jesu stellt
sich Gott mitten unter die Armen und Schwachen.
Die Überzeugung, dass Gottes Güte im menschlichen
Handeln aufscheint, dass andererseits die Begegnung
mit dem Menschen zur Begegnung mit Gott wird,
durchzieht das Neue Testament wie ein roter Faden.
Musik: 6. Strophe
Musik: 7. und 8. Strophe
Diese beiden Schlussstrophen können auch ganz am
Ende des Gottesdienstes gesungen werden. Sie sind
eine Erinnerung an unsere Sendung und unsere
gemeinsame Verantwortung.
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